Vorgebeugtes Langhantelrudern im Untergriff – richtige Ausführung und Technik - Drachensang Academy Deutschland
Das vorgebeugte Langhantelrudern im Untergriff gehört zu den klassischen Grundübungen für den Rücken. Bei dieser Variante wird die Langhantel mit nach vorne gerichteten Handflächen gegriffen. Die Übung beansprucht insbesondere den breiten Rückenmuskel, den Trapezmuskel und die Rautenmuskeln. Die hintere Schultermuskulatur und die Armbeuger unterstützen die Zugbewegung.
Im Vergleich zum Obergriff verändert der Untergriff die Arm- und Ellenbogenstellung. Die Ellenbogen werden häufig näher am Oberkörper geführt. Dadurch kann die Beteiligung der Armbeuger, insbesondere des Bizeps, stärker in den Vordergrund treten. Die tatsächliche Muskelbeanspruchung hängt jedoch auch von Griffweite, Oberkörperwinkel und individueller Technik ab.
Je nach Trainingsgestaltung kann das Langhantelrudern im Untergriff für Muskelaufbau, Kraftentwicklung oder Kraftausdauer eingesetzt werden. Entscheidend sind eine stabile Oberkörperposition, ein sicherer Griff und eine kontrollierte Bewegung ohne übermäßigen Schwung.
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VIDEO: LANGHANTELRUDERN IM UNTERGRIFF
Im Video siehst du den grundlegenden Bewegungsablauf beim vorgebeugten Langhantelrudern im Untergriff. Achte besonders auf die Stellung der Füße, die Hüftbeugung, den geschlossenen Untergriff und die kontrollierte Führung der Langhantel zum Körper.
Im Video gezeigt:
- richtige Ausgangsposition
- sicherer Untergriff mit geschlossenen Daumen
- Handflächen zeigen nach vorne
- stabile Rücken- und Hüftposition
- kontrolliertes Heranziehen der Langhantel
- körpernahe Ellenbogenführung während der Zugbewegung
- langsames Absenken der Langhantel
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BEANSPRUCHTE MUSKELGRUPPEN
Hauptsächlich beansprucht:
- Breiter Rückenmuskel (Musculus latissimus dorsi)
- Trapezmuskel (Musculus trapezius)
- Rautenmuskeln (Musculi rhomboidei)
Unterstützend beteiligt:
- Bizeps (Musculus biceps brachii)
- Armbeuger (Musculus brachialis)
- Oberarmspeichenmuskel (Musculus brachioradialis)
- hinterer Deltamuskel
- Rückenstrecker zur Stabilisierung
- Bauch- und Gesäßmuskulatur zur Stabilisierung des Oberkörpers
- Unterarmmuskulatur zur Sicherung des Griffs
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AUSGANGSPOSITION
Stelle dich etwa hüft- bis schulterbreit auf. Die Füße stehen stabil auf dem Boden, die Knie sind leicht gebeugt.
Greife die Langhantel mit beiden Händen im Untergriff. Dabei zeigen die Handflächen nach vorne beziehungsweise vom Körper weg. Die Griffweite liegt ungefähr im schulterbreiten Bereich und kann entsprechend der individuellen Beweglichkeit angepasst werden.
Wichtig: Die Daumen umfassen die Stange vollständig. Verwende keinen offenen Griff. Beide Handgelenke bleiben möglichst gerade und werden nicht stark nach hinten abgeknickt.
Schiebe die Hüfte nach hinten und neige den Oberkörper kontrolliert nach vorne. Halte die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Ausrichtung und spanne Bauch- und Rückenmuskulatur an.
Die Arme hängen zunächst nach unten. Die Langhantel befindet sich unter dem Oberkörper. Wähle einen Oberkörperwinkel, den du während des gesamten Satzes stabil halten kannst.
Achte darauf, dass die Schulter- und Ellenbogengelenke eine angenehme Position einnehmen. Der Untergriff sollte nicht durch eine erzwungene Drehung der Handgelenke hergestellt werden.
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BEWEGUNGSABLAUF
1. Langhantel heranziehen
Ziehe die Langhantel kontrolliert in Richtung des oberen Bauchbereichs beziehungsweise unteren Brustkorbs.
Führe die Ellenbogen nach hinten und halte sie vergleichsweise nahe am Oberkörper. Die Handgelenke bleiben möglichst gerade und die Daumen umschließen die Stange vollständig.
Vermeide es, den Oberkörper mit Schwung aufzurichten, um das Gewicht zu bewegen. Die Zugbewegung erfolgt hauptsächlich durch die Rücken- und Armmuskulatur.
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2. Obere Position
Führe die Langhantel kontrolliert nahe an den Körper. Die genaue Zugposition hängt unter anderem von Griffweite, Oberkörperwinkel und Körperbau ab.
Die Ellenbogen zeigen überwiegend nach hinten und bleiben in einer natürlichen Position. Die Schulterblätter bewegen sich kontrolliert zusammen.
Vermeide ein übermäßiges Hochziehen der Schultern, ein starkes Überstrecken des Rückens oder ein gewaltsames Heranziehen der Langhantel.
Halte die obere Position kurz unter Kontrolle, ohne die Körperspannung zu verlieren.
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3. Langhantel absenken
Senke die Langhantel langsam und kontrolliert wieder ab.
Die Ellenbogen strecken sich zunehmend. Der Oberkörper bleibt in seiner vorgebeugten Position, während die Rücken- und Rumpfmuskulatur die Haltung stabilisieren.
Lasse die Handgelenke nicht nach hinten abknicken und vermeide ein plötzliches Fallenlassen des Gewichts.
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4. Untere Position
Führe die Langhantel zurück in die Ausgangsposition mit nach unten gerichteten Armen.
Die Ellenbogen sind weitgehend gestreckt, ohne dass die Gelenke gewaltsam durchgedrückt werden müssen. Die Schulterblätter dürfen sich kontrolliert nach vorne bewegen.
Halte die Körperspannung aufrecht und beginne die nächste Wiederholung ohne ruckartiges Anreißen. Nach dem letzten Satz wird die Langhantel kontrolliert abgesetzt.
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ATMUNG BEIM LANGHANTELRUDERN IM UNTERGRIFF
Für ein allgemeines kontrolliertes Fitnesstraining kann folgende Atemtechnik verwendet werden:
Beim Heranziehen der Langhantel: kontrolliert ausatmen.
Beim Absenken der Langhantel: einatmen.
Baue vor jeder Wiederholung ausreichend Rumpfspannung auf. Die Atmung sollte gleichmäßig erfolgen und auf den Bewegungsablauf abgestimmt sein.
Achte darauf, dass die Rumpfspannung während der gesamten Wiederholung erhalten bleibt. Vermeide es, durch eine zu schnelle Ausatmung die Stabilität des Oberkörpers zu verlieren.
Bei sehr hohen Trainingsgewichten werden im Kraftsport teilweise besondere Atem- und Spannungstechniken verwendet. Diese erfordern Erfahrung und sollten nicht unkritisch auf Anfänger übertragen werden.
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LANGHANTELRUDERN IM UNTERGRIFF FÜR MUSKELAUFBAU
Beim Muskelaufbautraining stehen eine kontrollierte Zugbewegung, ein angemessenes Trainingsvolumen und eine schrittweise Belastungssteigerung im Mittelpunkt.
Der Untergriff ermöglicht eine Zugbewegung mit vergleichsweise körpernah geführten Ellenbogen. Dabei arbeiten Rücken- und Armbeugemuskulatur zusammen.
Als praxisorientierter Ausgangspunkt können beispielsweise 6–12 Wiederholungen pro Satz verwendet werden. Muskelaufbau ist jedoch auch in anderen Wiederholungsbereichen möglich, sofern die Belastung angemessen gestaltet wird.
Beispiel:
- 3–4 Arbeitssätze
- etwa 6–12 Wiederholungen
- kontrollierte Zug- und Absenkbewegung
- stabile Oberkörperposition
- Trainingsgewicht an Leistungsstand und Technik anpassen
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LANGHANTELRUDERN IM UNTERGRIFF FÜR KRAFT
Beim kraftorientierten Langhantelrudern im Untergriff werden höhere Trainingsgewichte mit niedrigeren Wiederholungszahlen kombiniert.
Beispiel für erfahrene Trainierende:
- etwa 3–6 Wiederholungen
- 2–4 schwere Arbeitssätze
- längere Satzpausen
- Schwerpunkt auf stabiler Rumpfposition und kontrollierter Kraftentwicklung
Gerade bei höheren Gewichten darf die vorgebeugte Oberkörperhaltung nicht durch unkontrolliertes Aufrichten oder starkes Reißen ersetzt werden.
Achte außerdem auf die Belastung der Handgelenke und Ellenbogen. Der Untergriff kann bei manchen Trainierenden unangenehm sein, insbesondere wenn zu hohe Gewichte verwendet oder die Handgelenke stark abgeknickt werden.
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LANGHANTELRUDERN IM UNTERGRIFF FÜR KRAFTAUSDAUER
Für die lokale Kraftausdauer werden geringere Trainingsgewichte mit höheren Wiederholungszahlen kombiniert.
Beispiel:
- etwa 15–20 Wiederholungen
- 2–4 Sätze
- geringeres Trainingsgewicht
- gleichmäßiger Bewegungsablauf
- kürzere Satzpausen als beim schweren Krafttraining
Auch bei höheren Wiederholungszahlen muss die Oberkörperposition stabil bleiben. Wenn die Haltung aufgrund von Ermüdung deutlich nachlässt, sollte der Satz beendet werden.
Besonders wichtig ist, dass die Handgelenke auch bei zunehmender Ermüdung in einer kontrollierten Position bleiben.
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WICHTIGE TECHNIKHINWEISE
- Füße sicher und stabil aufstellen.
- Hüfte nach hinten schieben und Knie leicht beugen.
- Wirbelsäule in ihrer natürlichen Ausrichtung halten.
- Bauch- und Rückenmuskulatur anspannen.
- Die Langhantel im geschlossenen Untergriff umfassen.
- Handflächen zeigen nach vorne beziehungsweise vom Körper weg.
- Daumen vollständig um die Stange legen.
- Handgelenke möglichst gerade halten.
- Griffweite an Beweglichkeit und Körperbau anpassen.
- Ellenbogen kontrolliert und vergleichsweise körpernah nach hinten führen.
- Langhantel ohne übermäßigen Schwung heranziehen.
- Oberkörperwinkel während des Satzes möglichst konstant halten.
- Trainingsgewicht so wählen, dass die Technik kontrollierbar bleibt.
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HÄUFIGE FEHLER
Zu hohes Trainingsgewicht:
Ein zu schweres Gewicht kann dazu führen, dass der Oberkörper stark aufgerichtet und die Langhantel mit Schwung bewegt wird.
Runder Rücken unter Belastung:
Eine unkontrollierte Veränderung der Wirbelsäulenposition kann die Stabilität verschlechtern. Halte die Rumpfmuskulatur angespannt und vermeide ruckartige Bewegungen.
Falsche Handstellung:
Beim Untergriff zeigen die Handflächen nach vorne beziehungsweise vom Körper weg. Werden die Handflächen nach hinten ausgerichtet, handelt es sich um einen Obergriff.
Unvollständiger Griff:
Ein offener Griff ohne umschließende Daumen kann die Kontrolle über die Langhantel verschlechtern. Verwende einen sicheren, geschlossenen Untergriff.
Stark abgeknickte Handgelenke:
Eine ungünstige Handgelenksposition kann die Belastung erhöhen und die sichere Führung der Langhantel erschweren.
Zu starkes Aufrichten:
Wenn sich der Oberkörper bei jeder Wiederholung deutlich nach oben bewegt, wird die Übung zunehmend durch Schwung unterstützt.
Zu schnelles Absenken:
Die Abwärtsbewegung sollte kontrolliert erfolgen und nicht einfach der Schwerkraft überlassen werden.
Fehlende Rumpfspannung:
Wenn Bauch- und Rückenmuskulatur nicht ausreichend stabilisieren, kann die Oberkörperposition während des Satzes verloren gehen.
Erzwungene Griffposition:
Eine zu enge oder für die individuelle Beweglichkeit ungeeignete Griffweite kann Beschwerden an Handgelenken, Ellenbogen oder Schultern begünstigen.
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SICHERHEIT BEIM LANGHANTELRUDERN IM UNTERGRIFF
Beginne mit einem Gewicht, das eine stabile und kontrollierte Ausführung ermöglicht. Anfänger sollten zunächst die Hüftbeugung und die vorgebeugte Körperhaltung mit leichtem Gewicht erlernen.
Übe die Handstellung zunächst mit einer unbeladenen Langhantel oder einer leichten Trainingsstange. Achte darauf, dass beide Handflächen nach vorne zeigen und die Daumen die Stange vollständig umfassen.
Wähle eine Griffweite, bei der sich Handgelenke, Ellenbogen und Schultern angenehm bewegen lassen. Vermeide es, die Unterarme gewaltsam in eine ungewohnte Drehposition zu bringen.
Bei bestehenden Rücken-, Schulter-, Ellenbogen- oder Handgelenksbeschwerden kann eine fachkundige Anleitung sinnvoll sein. Bei Schmerzen während der Übung sollte der Satz abgebrochen und die Ursache abgeklärt werden.
Vermeide ruckartige Bewegungen und setze die Langhantel nach dem Training kontrolliert ab.
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FAZIT
Das vorgebeugte Langhantelrudern im Untergriff ist eine vielseitige Grundübung für die Rücken- und Zugmuskulatur. Durch die veränderte Handstellung und die häufig körpernahe Ellenbogenführung kann die Übung eine sinnvolle Alternative zum Langhantelrudern im Obergriff darstellen.
Durch die Anpassung von Trainingsgewicht, Wiederholungszahl, Satzanzahl und Pausen kann die Übung für unterschiedliche Trainingsziele eingesetzt werden.
Unabhängig davon, ob Muskelaufbau, Kraft oder Kraftausdauer im Mittelpunkt steht, haben eine stabile Oberkörperposition, ein sicherer Untergriff mit vollständig umschließenden Daumen und eine kontrollierte Bewegung Vorrang vor möglichst hohen Trainingsgewichten.
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